Spesen

Bei der Handhabung von Spesen, Reisekostenzuschüssen und Tagungsgeldern gibt es nicht nur zwischen Drittmittel- und kantonalen Angestellten, sondern auch von Fakultät zu Fakultät, von Institut zu Institut und sogar von Lehrstuhl zu Lehrstuhl erhebliche Unterschiede. Bei Drittmittelangestellten sind die Chancen gering, von der Uni Reisekostenzuschüsse zu erhalten. Im Prinzip sollten solche Auslagen durch den Drittmittelgeber gedeckt werden.
Das Halbtax von Assistierenden kann erstattet werden, wenn bei Kongress-/Geschäftsreisen während 1 bzw. 2 Jahren die Einsparung durch das Halbtax deren Anschaffungskosten übersteigt. Die Kosten werden dem Lehrstuhl bzw. dem Institut oder Seminar belastet.

Kleine Umfrage

Eine kleine Umfrage im VAUZ-Vorstand hat folgende fakultäre Regelungen ergeben (unverbindlich, Stand 30. März 2004):

  • In der philosophischen Fakultät gibt es ein Reglement für Reisekostenzuschüsse. Das Reglement ist beim Institutssekretariat oder auf der Homepage der Fakultät (unterster Eintrag) zu beziehen.
  • In der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät gibt es keine fakultäre Regelung. Reisekosten und verwandte Aufwände werden über die Lehrstuhlkredite geregelt.
  • In der rechtswissenschaftlichen Fakultät läuft es gleich wie in der WWF, allerdings hat die Fakultät zusätzlich ein Budget von 150.-/Person/Jahr für Weiterbildungsveranstaltungen.
  • In der theologischen Fakultät werden Anträge an die Fakultät gestellt. In der Regel werden bis zu zwei Tagungsbesuche pro Person pro Jahr finanziert, wenn die Mittel dadurch nicht erschöpft sind manchmal auch mehr.
  • Zusatz vom 30.4.18:
    Jedwede Reise- und Übernachtungskosten, Anmeldegebühren, u.ä. für Konferenzen und Seminare werden über die Gruppenleiterin oder den Gruppenleiter erstattet, diese/r sollte jedoch im Vorfeld informiert werden. Des Weiteren können PhD Programm-assoziierte Doktorierende über ihre Programme weitere finanzielle Unterstützung erhalten.

Ausnahmsweise können durch Tagungsbesuch entstandene Kosten, wenn nicht anderweitig gedeckt, auch vom VAUZ-Tagungsfonds übernommen werden (in der Regel ist der Fonds aber nur für die Kosten von der Organisation von Tagungen zuständig).

Grundlagen

Der Ersatz für dienstliche Auslagen ist gemäss der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz (Paragraphen 64 und ff.) geregelt. Diese Ansätze gelten auch für die Angestellten der Universität.

Auslandreisen müssen mit einem Reiseprogramm und einer Kostenberechnung in der Personalabteilung beantragt und bewilligt werden. Bewilligungsanträge für Auslandreisen von Drittmittelanstellungen sind nicht explizit geregelt (in den Richtlinien unter Paragraph 27).

Die Institute haben die Möglichkeit, finanzielle Mittel für Tagungskosten nebst ihrem Budget auch durch die Fakultät finanzieren zu lassen. Der Antrag für eine Kostenbeteiligung geht an die Fakultät. Was nun wirklich bezahlt wird, hängt stark vom Vorgesetzten ab. Dieser kann und muss beurteilen, was als persönliche Weiterbildung oder als bezahlte geschäftliche Aktivität gilt. (Gemäss Angaben von Herrn Brogli, Leiter der Personalabteilung, 19. März 2004).

Tagungsbesuch als Ferien verrechnen?

Geschäftliche Tätigkeiten sind grundsätzlich bezahlt. Ob es sich beim Besuch von Tagungen um persönliche Weiterbildung oder bezahlte Tätigkeit handelt, wird zwischen dem Vorgesetzten und Mitarbeitenden festgelegt. (Gemäss Angaben von Herrn Brogli, Leiter der Personalabteilung, 19. März 2004).