Drittmittelangestellte

Seit dem 1.1.2004 sind Drittmittelangestellte den kantonalen Angestellten arbeitsrechtlich gleichgestellt. Die Arbeitsverträge werden neu zwischen drei Parteien abgeschlossen: Dem Geldgeber, der Universität und dem oder der Angestellten. Das ändert aber nichts daran, dass das Geld, zwar via Uni, aber letztlich vom Geldgeber stammt, und deshalb darf der auch den Lohn festsetzen.

Was ist mit der Lohnklasse?

Seit der Angleichung müssen Drittmittelangestellte gemäss den Lohnklassen der Universität eingereiht werden. Da aber der Lohn, den der SNF bezahlt, tiefer ist als derjenige der Uni, werden Drittmittelangestellte bei gleichem Job in eine andere Lohnklasse eingereiht. Sie verdienen somit gleichviel wie vorher.

In einigen Fällen wurden Drittmittelangestellte beim Wechsel zunächst in Lohnklasse 17 eingestuft, wo auch kantonale Assistierende eingestuft werden. Etwas später wurden sie dann zurückgestuft. Dies ist keine Zurücksetzung oder willkürliche Lohnkürzung, denn die Einstufung in LK 17 war von Beginn weg ein Missverständnis.

Drittmittelangestellte behalten den bisherigen Lohn, aber auch die bisherigen Pflichten. Sie haben nach der Gleichstellung nicht mehr Aufgaben als vorher, sondern die gleichen wie bisher.

Was bringt mir diese Gleichstellung?

Der arbeitsrechtliche Schutz ist höher. Dies betrifft die Lohnfortzahlung bei Krankheit und Unfall, den Schwangerschaftsschutz u.s.w. Zudem werden zukünftig Drittmittel-Dienstjahre gleich anerkannt wie kantonale, für viele gibt es deshalb eher Dienstaltersgeschenke und rechtliche Vorzüge hohen Dienstalters wie besseren Kündigungsschutz und längere Lohnfortzahlung bei Krankheit.

Beim Wechsel von kantonalen zu Drittmittelstellen und umgekehrt bleibt der Arbeitgeber neu der gleiche. Für ausländische Angestellte bedeutet dies, dass sie nicht mehr bei jedem Wechsel eine neue Bewilligung der Fremdenpolizei einholen müssen.

Pflichtenhefte

Es ist bereits beschlossen und ab 1. 1. 2005 Tatsache: Die kantonalen Angestellten erhalten Pflichtenhefte. Drittmittelangestellte haben anscheinend kein Anrecht auf gleiche Pflichtenhefte. Wer beim Arbeitgeber resp. beim Geldgeber vorstellig wird, kann aber vielleicht ein Pflichtenheft erhalten, welches den Richtlinien der Universität entspricht.

Drittmittelangestellten erwachsen durch solche, den universitären Rahmenrichtlinien entsprechenden Richtlinien keine Nachteile. Weitere Informationen gibt's auf der VAUZ-Seite zu den Rahmenpflichtenheften.