Vereinigung akademischer Mittelbau der Universität Zürich

14.12.2011

Veranstaltung im Theater Neumarkt

Der deutsche Schriftsteller Christoph Hein beschreibt in seinem Roman "Weiskerns Nachlass" das Leben eines Wissenschaftlers und schafft damit einen Prototypen des akademischen Prekariats:

Zynisch, lustlos, übersättigt: Das Leben von Rüdiger Stolzenburg – Kulturwissenschaftler, 59, geschieden – ist in eine Sackgasse geraten. Seine halbe Stelle an der Universität soll gestrichen werden – „sie hat die letzte Evaluierung nicht überlebt, wird derzeit nur noch als kw geführt, kann wegfallen.” Desillusioniert schlägt er sich mit der Hochschule, Steuermalaisen, Mädchengangs oder Bestechungsversuchen reicher Studentenschnösel herum. Leben, Arbeit, Liebe, Welt: Alles ist prekär.

„Christoph Hein hat einen filigran gearbeiteten, fein austarierten und listigen Roman vorgelegt, der die Formen realistischen Erzählens neu auslotet.” (FAZ)

Sylvie Fee Matter

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