Medienmitteilung der Zürcher Studierendenverbände - Beitritt zum Stipendienkonkordat löst das Problem nicht

Der Beitritt des Kantons Zürich zum Stipendienkonkordat ist ein Schritt in die richtige Richtung, löst aber das grundlegende Problem nicht. Einzig die Stipendieninitiative des VSS bietet die Möglichkeit innert nützlicher Frist die Probleme des Schweizer Stipendienwesens zu lösen.
Heute Morgen hat der Zürcher Kantonsrat den Beitritt des Kantons Zürich zum Stipendienkonkordat beschlossen. Die Zürcher Studierendenverbände begrüssen den Beitritt und die damit einhergehende Ausweitung des Bezügerkreises auf 5.5% der Personen in Ausbildung als einen Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bleibt die Anzahl der Personen, die im Kanton unterstützt werden immer noch weit unter dem Schweizer Durchschnitt. Deshalb betonen die Zürcher Studierendenverbände, dass einzig die Stipendieninitiative des VSS die Möglichkeit bietet, innert nützlicher Frist zu einem fairen Stipendiensystem zu gelangen. Mit Annahme der Initiative hätten junge Menschen in Zürich eine faire Chance auf ein Stipendium.
Die Zürcher Studierendenverbände kritisieren das normbiographische Modell, welches der Kanton Zürich einführen will. „Durch das normbiographische Modell werden diejenigen Studierenden benachteiligt, deren Lebensweg nicht der vermeintlichen Norm entspricht“, sagt Josef Stocker, Vorstandsmitglied des VSUZH. "Die Mehrheit der Studierenden sind bei ihrem Abschluss älter als 25. Der Kanton Zürich erklärt hier also ein Modell zur Norm, das nicht mit der Realität übereinstimmt." Die Studierendenverbände fordern deshalb eine grosszügige Auslegung der neuen Regeln.
Eine echte Verbesserung des Stipendienwesens lässt sich mit der Stipendieninitiative des VSS erzielen, über welche am 14. Juni abgestimmt wird. Deshalb setzen sich die Zürcher Studierendenverbände für ein JA zur Stipendieninitiative ein – Weil Ausbildung Zukunft schafft!

Christine Janine Wittlin

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