Der VSUZH spricht sich für ein Stimmrecht der Bildungsdirektorin im Unirat aus

An der Sitzung vom 13.06.2016 entscheidet der Kantonsrat über einen Antrag, der vorsieht, dass der Universitätsrat der UZH nicht mehr von der Bildungsdirektorin präsidiert wird und diese auch kein Stimmrecht mehr besitzt. Regierungsräte dürfen bei Annahme des Antrags nur noch als beratende Stimme im Unirat Einsitz nehmen. Der VSUZH ist der Meinung, dass es von Vorteil ist, wenn die UZH und die Bildungsdirektion direkt verknüpft sind. Der status quo führte bis zum heutigen Tage zu keinerlei Konflikten und Problemen. Die vermutete “systembedingte Interessenskollision” des vorliegenden Antrags (Einzelinitiative Heitz KRNr. 352/2013), kann weder klar nachgewiesen noch mit einer schädlichen Problematik in Verbindung gebracht werden.
In den Augen des VSUZH fehlt es der Motion klar an Substanz. Zudem erachtet der VSUZH das gegenwärtige GovernanceModell, aufgrund mannigfacher Vorteile, als essentiell für einen funktionierenden Unirat.
Beispielsweise sind durch eine Personalunion die Interessen der Universität Zürich direkt im Regierungs- und Kantonsrat vertreten. Zudem erleichtert es die Kommunikation und Zusammenarbeit, wenn das Präsidium des höchsten universitären Gremiums von der für Bildung verantwortlichen Person des Regierungsrates besetzt wird. Der vertikale Informationsfluss über die Hirarchiestufen hinweg wird damit gewährleistet und die Zusammenarbeit kann effizient gestaltet werden.
Der VSUZH empfiehlt dem Kantonsrat daher, den Antrag abzulehnen.

Christine Janine Wittlin

News